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Körper & Training

Ist Paddle-Boarding ein guter Weg, um Gewicht zu verlieren?

Aktualisiert am 3 Min. Lesezeit

SUP kann beim Abnehmen helfen – als Bewegung, die Spaß macht und regelmäßig betrieben wird. Ein Wundermittel ist es nicht. Entscheidend für das Körpergewicht bleibt die Energiebilanz über Wochen, und die hängt stärker an der Ernährung als am Sport.

Regelmäßige Bewegung im Freien – der eigentliche Vorteil von SUP beim Abnehmen
Regelmäßige Bewegung im Freien – der eigentliche Vorteil von SUP beim Abnehmen. Foto: Virginia State Parks, CC BY 2.0, Wikimedia Commons

Die nüchterne Rechnung

Als grobe Faustregel gilt, dass ein Kilogramm Körperfett etwa 7.000 Kilokalorien Energie speichert. Eine Stunde Stand-up-Paddling verbraucht bei 75 Kilogramm Körpergewicht rund 450 Kilokalorien (Herleitung in Wie viele Kalorien verbrennt Stand-up-Paddling?). Rein rechnerisch bräuchte es also rund 15 Stunden Paddeln für ein Kilogramm – vorausgesetzt, du isst nicht mehr als sonst.

In der Praxis ist es komplizierter: Der Körper passt sich an, nach Sport hat man oft mehr Hunger, und die Faustregel ist eine Vereinfachung. Die Richtung stimmt aber: Sport allein bewegt die Waage langsam.

Warum SUP trotzdem hilft

Regelmäßigkeit. Die beste Bewegung beim Abnehmen ist die, die man tatsächlich regelmäßig macht. Viele Menschen, die Laufen oder Fitnessstudio hassen, paddeln gern und oft.

Gelenkschonend. Bei höherem Körpergewicht belasten Laufen und Springen die Gelenke stark. SUP ist eine Alternative ohne Stöße.

Muskelerhalt. Wer abnimmt, verliert neben Fett oft auch Muskeln. Bewegung mit Kraftanteil hilft, Muskeln zu erhalten.

Wohlbefinden. Zeit draußen, Sonne und Wasser tun vielen gut und können helfen, dranzubleiben.

So wird SUP zum Abnehm-Begleiter

  1. Regelmäßig: Zwei- bis dreimal pro Woche mindestens 45 Minuten.
  2. Zügig: Ein Tempo, bei dem du etwas außer Atem kommst, verbraucht deutlich mehr als gemütliches Gleiten.
  3. Länger: Eine Tour von zwei Stunden mit Pausen ist für viele leichter als zwei Einheiten Laufen.
  4. Ergänzen: Außerhalb der Saison andere Bewegung finden, damit der Effekt nicht im Herbst verpufft.
  5. Nicht „belohnen“: Das Eis nach der Tour ist verdient, gleicht den Verbrauch aber schnell wieder aus.

Die Rolle der Ernährung

Beim Abnehmen ist die Ernährung der größere Hebel. Eine kleine, dauerhaft durchhaltbare Veränderung bei den Mahlzeiten spart oft mehr Energie ein, als eine Paddeltour verbraucht. Sinnvoll sind mehr Gemüse, ausreichend Eiweiß, weniger zuckerhaltige Getränke und bewusstere Portionen. Bei deutlichem Übergewicht oder Vorerkrankungen hilft eine Ernährungsberatung.

Board-Wahl bei höherem Gewicht

Wer mit mehr Körpergewicht anfängt, braucht ein Board mit ausreichend Volumen und Breite. Lange, breite Allround-Boards mit hoher Traglast liegen ruhiger und machen den Einstieg leichter. Hinweise dazu in Welches Paddelboard eignet sich am besten für Anfänger?.

Und SUP Yoga?

SUP Yoga verbraucht deutlich weniger Energie als zügiges Paddeln. Für das Abnehmen ist es daher weniger wirksam, kann aber als Ergänzung für Beweglichkeit, Gleichgewicht und Entspannung dienen. Eine Kombination aus Paddelstrecke und Yoga am Ziel verbindet beides.

Motivation über den Sommer hinaus

Ein Problem von SUP als Abnehmsport ist die Saison. Von Oktober bis April ist das Wasser in Deutschland für die meisten zu kalt. Wer im Sommer Fortschritte gemacht hat, sollte deshalb rechtzeitig eine Winteralternative planen. Naheliegend sind:

  • Rudergerät im Fitnessstudio oder zu Hause – ähnliche Zugbewegung, gute Ausdauer.
  • Schwimmen im Hallenbad – ganzer Körper, gelenkschonend.
  • Yoga und Pilates im Studio – Rumpfkraft und Balance für die nächste Saison.
  • Wandern und Nordic Walking – draußen bleiben, auch im Winter.

Wer im Winter aktiv bleibt, startet im Frühjahr fitter aufs Board und erlebt die ersten Touren nicht als Rückschlag, sondern als Fortsetzung.

SUP hilft beim Abnehmen vor allem, weil es Spaß macht und regelmäßig betrieben wird. Den größeren Hebel hat die Ernährung.

Kurz gefragt

Wie viel kann ich mit SUP abnehmen?

Das hängt von Häufigkeit, Tempo und Ernährung ab. Rein rechnerisch entspricht ein Kilogramm Fett rund 15 Stunden normalem Paddeln bei 75 kg, wenn die Ernährung gleich bleibt.

Ist SUP Yoga gut zum Abnehmen?

Nur begrenzt, weil der Energieverbrauch niedrig ist. Es ergänzt aber Bewegung und Ernährung gut.

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