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Sicher auf dem Wasser

Ist es sicher, auf dem Paddle Board aufzustehen?

Aktualisiert am 3 Min. Lesezeit

Ja, das Aufstehen auf dem Board ist sicher, wenn du es in der richtigen Reihenfolge machst: auf tiefem Wasser, aus dem Knien heraus, mit dem Paddel quer vor dir. Die meisten stehen nach wenigen Versuchen sicher.

Aufstehen auf dem SUP in drei Schritten1 Knien, Paddel quer2 Füße an den Griff3 Aufrichten, Knie weich
Vom Knien über die Hocke in den Stand – die Füße landen hüftbreit rechts und links vom Tragegriff.

Vorher: der richtige Ort

Steh nicht im knietiefen Wasser auf. Wenn du dort fällst, triffst du auf den Grund, auf Steine oder die Finne. Paddle zuerst im Knien ein paar Meter hinaus, bis das Wasser mindestens hüfttief ist, besser tiefer. Die Finne sollte den Boden nicht mehr berühren.

Wähle für die ersten Versuche einen windgeschützten Bereich ohne Boote und ohne Schwimmende in unmittelbarer Nähe.

In drei Schritten auf die Beine

Schritt 1: Knien. Knie hinter dem Tragegriff, die Knie etwa hüftbreit auseinander. Das Paddel liegt quer vor dir auf dem Board, die Hände halten es am Schaft. Blick nach vorn zum Ufer.

Schritt 2: Hände und Füße. Stütze dich mit beiden Händen und dem Paddel auf dem Board ab. Stelle zuerst einen Fuß dorthin, wo vorher das Knie war, dann den zweiten. Du bist jetzt in einer tiefen Hocke, die Füße rechts und links des Tragegriffs, hüftbreit und parallel.

Schritt 3: Aufrichten. Richte dich langsam auf, indem du die Knie streckst – aber nicht ganz. Der Oberkörper kommt erst zum Schluss hoch. Das Paddel nimmst du dabei mit, halte es vor dir, das Blatt im Wasser gibt zusätzlichen Halt.

Wo die Füße hingehören

  • Hüftbreit auseinander, nicht zu eng.
  • Parallel zur Längsachse, Zehen zeigen nach vorn.
  • Rechts und links vom Tragegriff – dort liegt der Schwerpunkt des Boards.
  • Nicht hintereinander wie auf einem Surfbrett, das ist erst etwas für Geübte.

Typische Fehler

  1. Auf das Board schauen. Der Blick nach unten macht wackelig. Schau zum Horizont oder zum Ufer.
  2. Gestreckte Knie. Steife Beine übertragen jede Bewegung. Leicht gebeugte Knie federn ab.
  3. Zu weit hinten stehen. Das Heck sinkt ein, die Nase hebt sich, das Board wird instabil.
  4. Hastiges Aufstehen. Ruhig und in einer fließenden Bewegung klappt es besser als mit Schwung.
  5. Das Paddel vergessen. Ein Paddelblatt im Wasser wirkt wie eine dritte Stütze.

Wenn es wackelt

Geh sofort wieder tiefer: Knie beugen, Gewicht absenken, zur Not zurück in die Hocke oder aufs Knie. Das Paddel ins Wasser drücken und einen kurzen Paddelschlag machen – Bewegung stabilisiert. Viele merken, dass das Board im Stand ruhiger liegt, sobald sie losgepaddelt sind.

Und beim SUP Yoga?

Beim Yoga wird ähnlich vorgegangen, nur ohne Paddel in der Hand. Der Weg vom Vierfüßlerstand in den Stand führt über den herabschauenden Hund und die Vorbeuge. Wie sich das in eine Übungsfolge einfügt, zeigt die Einsteiger-Routine. Wer das Gleichgewicht weiter trainieren will, findet Hinweise in Ist es schwierig, auf einem SUP zu balancieren?.

Aufstehen vom Steg oder Strand

Nicht immer beginnst du im tiefen Wasser. Vom Steg aus setzt du dich zuerst auf den Steg, stellst die Füße aufs Board rechts und links vom Tragegriff und lässt dich dann in die Hocke oder auf die Knie gleiten. Aufstehen erst, wenn du ein paar Meter vom Steg entfernt bist – der harte Steg ist beim Sturz gefährlicher als das Wasser.

Vom Strand aus trägst du das Board ins knietiefe Wasser, legst es flach ab, kniest dich darauf und paddelst im Knien hinaus. Die Finne darf dabei nicht auf dem Grund schleifen. Bei leichten Wellen am Ufer zuerst durch die Brandungszone paddeln und erst dahinter aufstehen.

Beim Zurückkommen gilt dasselbe umgekehrt: Kurz vor dem Ufer in die Knie gehen, damit ein plötzliches Aufsetzen der Finne dich nicht vom Board wirft.

Auf tiefem Wasser, vom Knien über die Hocke in den Stand, Füße hüftbreit am Tragegriff, Blick zum Ufer – so ist Aufstehen sicher.

Kurz gefragt

Wo stehe ich auf dem SUP?

In der Mitte des Boards, die Füße hüftbreit rechts und links des Tragegriffs.

Wie tief sollte das Wasser zum Aufstehen sein?

Mindestens hüfttief, besser tiefer. Die Finne darf den Grund nicht berühren.

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